Die Geschichte vom Döner
Döner (Kurzform von Dönerkebab, aus türkisch: döner, „er dreht sich“, und
kebap, „Grillfleisch“) ist eines der bekanntesten Gerichte der türkischen
Küche. Er besteht aus in einer Marinade gewürzten großen Fleischscheiben,
die schichtweise auf einen speziellen, senkrecht stehenden Spieß gesteckt
und gegrillt werden, und von denen nach und nach die äußeren, gebräunten
Schichten mit einem großen Messer dünn abgeschnitten werden.
Ursprünglich wurde für Dönerkebab nur Hammel- oder Lammfleisch verwendet,
heute sind – zumindest außerhalb der Türkei – auch Kalb- und Rindfleisch
nicht ungewöhnlich.
Serviert wird Dönerkebab als Hauptgericht mit Beilagen wie Reis und Salat
oder als Imbiss in einem aufgeschnittenen Fladenbrot (Pide), türkisch ekmek
arası döner – in einer modernen, Dürüm Döner („gerollter Döner“) genannten
Variante auch in ein besonders dünnes Fladenbrot (Yufka) gewickelt. In
Deutschland hat sich Döner im Fladenbrot seit den 1970er Jahren zum neben
der Currywurst beliebtesten Fast-Food-Gericht entwickelt.
Dönerkebab wird im 18. Jahrhundert bereits in Reiseberichten über Anatolien
als Hammelfleisch auf waagerechten, sich drehenden Spießen erwähnt. Eng
verwandt mit dem türkischen Döner sind das arabische Schawarma aus
Rindfleisch und das griechische Gyros aus Schweinefleisch, die ebenfalls an
einem senkrecht stehenden Drehspieß gebraten werden. Die genaue Herkunft ist
ungeklärt.
In Istanbul gibt es Döner im Fladenbrot seit etwa 1960 zu kaufen. Übliche
Ergänzungen in der Türkei sind Tomatensauce, Pommes frites, Gewürzgurken und
grüne Paprika. Die in Deutschland übliche Variante mit Salat und einer
Joghurt- oder Mayonnaisesauce wurde Anfang der 1970er Jahre in
Berlin-Kreuzberg von türkischen Einwanderern erfunden.